Willkommen in den Zwanzigern

Unser neuer Praxisnetz-Newsletter nimmt Fahrt auf!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Sprung in die 20er Jahre des 21. Jahrhundert ist nun geschafft und ich hoffe, Sie konnten ihn tun ohne nennenswerte Blessuren und Hindernisse. Im 20. Jahrhundert nannte man die 20er Jahre die roaring twenties, eine Zeit enormen wirtschaftlichen Aufschwungs, eine Blütezeit der Kunst, Kultur und Wissenschaft – mit dem dann dramatischen Ende 1929 infolge der Weltwirtschaftskrise.

 

Nicht selten werden heute Vergleiche angestellt und die bange Frage gestellt, ob nicht Strukturen wieder heranwachsen, die eine ähnliche Entwicklung wie damals befürchten lassen. Auch wenn wir in Deutschland immer noch von einer gefestigten Demokratie sprechen können, so mehren sich aber Phänomene, die aufhorchen lassen: eine zunehmende Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen mit Hass-Tweets unvorstellbaren Ausmaßes im Netz, eine Verharmlosung des Terrors insbesondere von rechts mit zunehmenden Gewalt gegenüber Minderheiten, allen voran gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern. Aber auch unsere Politiker – im Beliebtheits-Ranking ganz weit unten mit fallender Tendenz – müssen sich Anfeindungen gefallen lassen bis hin zu Morddrohungen. Ein Zustand, der alle Demokraten aufhorchen lassen muss, weil es letztlich die Politiker sind, die maßgeblich Verantwortung für unser Land tragen und Tag für Tag um Kompromisse ringen müssen.

Da leben wir Ärzte mit unserer Beliebtheit – direkt hinter den Feuerwehrleuten – auf einer Insel der Seligen. Eine hohe Reputation in der Bevölkerung und ein in der Regel überdurchschnittliches und – im Unterschied zu vielen anderen Freiberuflern – gesichertes Einkommen sollte uns eine der zufriedensten Berufsgruppen sein lassen. Dass das nicht der Fall ist, darüber kann man rätseln: wir rangieren mit unserer beruflichen Zufriedenheit je nach Statistik um die 65% im Mittelfeld gegenüber Spitzenreitern mit 87%. Die Gründe sind vielfältig, teils struktureller, teils persönlicher Natur. Sie ab zu bauen, ist nicht allein Aufgabe der Politiker und unserer Interessensvertreter in KVWL etc. Nein, auch wir vor Ort sind gefragt, unsere, für unsere Region typischen Strukturen zu verbessern.

Hierbei mit zu helfen, gehört zu den Kernanliegen des Praxisnetzes. Wenn Sie den Bericht unseres Geschäftsführers, Herrn Birkhahn, kurz vor Weihnachten lesen, so ist ersichtlich, dass die Arbeit des Praxisnetzes darauf abzielt, an verschiedenen Punkten einen Beitrag zur Entlastung von uns Ärzten zu leisten. Dazu gehört auch, dass wir andere Berufsgruppen im Blick haben, mit denen wir zusammenarbeiten und deren Zufriedenheit uns nicht gleichgültig sein darf. Deshalb haben wir schon lange ein Augenmerk auf typische Schnittstellen-probleme, insbesondere bei der Zusammenarbeit mit den Altenheimen und den Kliniken.

Aber was nützt die Arbeit im Netz, was nützen die vielen Stunden, die Vorstand und Beirat zusammensitzen, wenn die Mehrzahl der Mitglieder eigentlich kaum etwas von der Arbeit und ihren Ergebnissen mitbekommt oder sie schlicht wieder vergisst? Der bisherige Versand gelegentlicher Emails schien uns nicht ausreichend zu sein, dieses Manko aus zu gleichen.

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, mit Jahresbeginn in regelmäßigen Abständen einen Newsletter per Email zu verschicken. Dieser Newsletter informiert Sie übersichtlich über aktuelle Themen, aber auch über laufende Projekte, die Ihrer Entlastung dienen sollen.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass unser Newsletter noch Verbesserungspotential hat, und er nur so informativ und damit lesenswert sein kann, wie Sie ihn als Mitglieder durch Ihre kritischen Kommentare begleiten. Machen Sie sich also bitte die Mühe – und sei es nur durch eine kurze Notiz -, uns Ihren Eindruck zu schildern.

Wir freuen uns, dass wir zum Jahresbeginn nicht nur mit guten Vorsätzen starten. Wie sagt der Volksmund doch: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert! Nein, wir haben mit dem Newsletter bereits einen neuen Weg beschritten, von dem wir uns eine weitere Intensivierung unserer Netzarbeit versprechen. Weitere Schritte wollen wir dann bei unserem nächsten Workshop am 1. Februar im Waldhotel Nachtigall überlegen, zu dem Sie alle eingeladen sind. Denn bei Vorsätzen wollen wir es nicht belassen.

Zum Schluss möchte ich Ihnen im Namen des Vorstands und des Beirats für 2020 wachsende Zufriedenheit im Beruf, Freude und Entspannung in Ihrem privaten Umfeld und als Voraussetzung für Beides Gesundheit und – wo diese schwächelt – gute Ärzte wünschen.

 

Dr. Rudolf Jopen

 

8. Paderborner Ärztetag

Bereits zum achten Mal fand am 16.11.2019 der Paderborner Ärztetag statt. In der sehr gut besuchten Veranstaltung im Volksbankcenter Paderborn wurden aktuelle Themen aus dem Bereich der Medizin und des Praxismanagements diskutiert. Unter Moderation des 2. Vorsitzenden des Praxisnetzes Paderborn, Dr. Ulli Polenz, referierte der Kardiologe Dr. Offers zum Thema „Aktuelles und Neues im Bereich KHK und Rhythmusstörungen“. Wissenswerte Neuigkeiten aus dem Bereich der Pulmonologie brachte PD. Dr. Schulze den Zuhörern näher. Weitere Vorträge aus dem Bereich Gastroenterologie (Prof. Labenz), der Palliativmedizin (Prof. Lübbe) und Diabetologie (Dr. Molinski) zeigten den Zuhörern praxisnahe Problemlösungen auf. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Vortrag von Herrn Schrader und Herrn Jordan aus der Volksbank Paderborn zum Thema „Mitarbeiterbindung“.

Der nächste Paderborner Ärztetag findet am 14.11.2020 statt.

v.l. Herr Jordan (Referent), Dr. Polenz (Moderation). Dr. Jopen (1. Vorsitzender Ärztenetz Paderborn), Dr. Offers (Referent), Herr Schrader (Referent)

Ein Blick auf das Publikum

Hoher Besuch im Praxisnetz Paderborn

Nach dem Umzug des Praxisnetzes in die neuen Räume am Nordcube informierte sich die Leiterin der Stabsstelle „Praxisnetze“ der KVWL Frau Weber mit Ihrer Mitarbeiterin Frau Schildt über die neuen Gegebenheiten. Während des Besuches wurde auch die im nächsten Jahr anstehende Rezertifizierung des Praxisnetzes Paderborn thematisiert. Im Rahmen des informativen Meinungsaustausches wurden aktuelle Entwicklungen besprochen.

Von links: Dr. med. Th. Bandorski; Dr. med. R. Jopen; Fr. D. Weber (KVWL); Fr. Schildt(KVWL);Dr.med. U.Polenz; K.Birkhahn

 

Das Praxisnetz trifft….

Unter diesem Motto ist vor einem Jahr eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen worden um einen Blick hinter die Kulissen des jeweiligen Kooperationspartners zu werfen und persönlich Kontakte zu knüpfen. Am 30.10.2019 war das Praxisnetz in der LWL-Klinik Paderborn zu Gast. Unter Moderation von Chefärztin Dr. Beate Joachimsmeier stellten sich die verschiedenen Abteilungen der LWL vor. Für die Besucher ergab sich ein breiter Einblick in die Abteilungen und direkte Zugangswege zu den Leistungserbringern, z.B. der Drogenambulanz. Wir bedanken uns bei der LWL (Direktorin PD Dr.med. Christine Norra, Chefarzt Tilmann Magerkurth, Chefärztin Dr.med. Beate Joachimsmeier) und allen Mitarbeitern für die Durchführung der informativen und kurzweiligen Veranstaltung.

Von links: Dr.med. Ulli Polenz; Dr.med. Rudolf Jopen; Dr.med. Beate Joachimsmeier, Tilmann Magerkurth

 

Workshop Chirotherapie

Unspezifische Rückenschmerzen im Bereich der LWS sind eine der häufigsten Behandlungsanlässe in hausärztlichen Praxen. Im Rahmen eines Workshops wurden am 23.10.2019 unter Leitung von Dr.med. Thomas Vossmann Haus- und Fachärzten Behandlungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Manuellen Therapie vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung durch Dr.med. Michael Scheer wurden in vier Gruppen diese Techniken unter Anleitung von Dr.med. Heiko Krause und Dr. med. Thomas Bandorski geübt. Nach dem übungsintensiven und kurzweiligen Nachmittag wurde von den Teilnehmern der Wunsch geäußert die Veranstaltungsreihe fortzusetzen.

 

Das Praxisnetz bezieht neue Räumlichkeiten

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das Praxisnetz Paderborn neue Räumlichkeiten beziehen wird.

Ab dem 01.10.2019 finden Sie uns unter folgender Adresse:

Nordstraße 42

33102 Paderborn

 

 

 

 

Berichte und Pressemitteilungen:

Bericht Westf. Volksblatt über die Netz-EVAs