Gesundheit eine gute Basis geben.

Unsere Leitlinien – die Vereinssatzung.

Zweck und Aufgabe des Praxisnetzes Paderborn ist die Verbesserung von Effizienz und Qualität in der vertragsärztlichen Versorgung durch Maßnahmen zur Förderung und Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachdisziplinen, den in Praxis niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern, wie auch anderen Leistungsträgern im Gesundheitswesen.

Zu diesen Maßnahmen gehören verbesserte Kommunikationsstrukturen zwischen den Netzmitgliedern, den Krankenhäusern und Altenheimen mit dem Ziel, die Kooperation bei der Betreuung und Behandlung gemeinsamer Patienten zu fördern. Zeitverluste durch unnötige Doppeluntersuchungen können verringert werden im Interesse kürzerer Wartezeiten; auch ein Rückgang der Krankenhauseinweisungen erhoffen wir von einer Optimierung der ambulanten Behandlung.

Präambel

Das Praxisnetz Paderborn ist ein Zusammenschluss von Haus- und Fachärzten aus Praxis und Klinik in und um Paderborn sowie niedergelassener Psychotherapeuten zur interdisziplinären, kooperativen und effizienten medizinischen Betreuung und Behandlung der Patienten.

§ 1 Bezeichnung, Geschäftsjahr

  1. Der Verein, gegründet am 28. Oktober 2015, tritt nach außen auf unter der Bezeichnung „Praxisnetz Paderborn Berufsverband e.V.“ Er strebt die Eintragung ins Vereinsregister an.
  2. Sitz des Vereins ist Paderborn.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck und Aufgaben

  1. Die Arbeit des Vereins erfolgt im Rahmen der ärztlichen Berufsordnung.
  2. Zweck und Aufgabe des Vereins ist die Wahrnehmung der allgemeinen, aus der ärztlichen Tätigkeit erwachsenen ideellen und wirtschaftlichen Interessen im öffentlichen Gesundheitswesen und insbesondere in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung.
  3. Hierzu widmet sich der Verein insbesondere folgenden Aufgaben:
    1. Verbesserung von Effizienz und Qualität in der ärztlichen Versorgung sowie

      die Ausübung aller diesen Zwecken dienenden Tätigkeiten,

    2. Allgemeine Unterstützung bei der Erfüllung von grundsätzlichen Aufgaben im

      Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens und berufspolitisch Förderung

      des Austausches von Erfahrungen und Informationen zwischen

      niedergelassenen und in Krankenhäusern tätigen Ärztinnen/Ärzten und

      innerhalb dieser Gruppen,

    3. Förderung der Kooperation mit anderen Gruppen, z. B. Altenheime, bei der

      Betreuung und Behandlung gemeinsamer Patienten,

    4. Verhandlung von Struktur- und Honorarverträgen mit den kassenärztlichen

      Vereinigungen bzw. Krankenkassen für die beteiligten Mitglieder.

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können alle Ärztinnen und Ärzte wie auch

    Psychotherapeuten werden, deren Tätigkeitsbereich im Kreis Paderborn liegt.

  2. Die Aufnahme als Mitglied in den Verein ist jederzeit möglich. Der Antrag hierzu ist schriftlich an den Vorstand zu stellen.

§ 4 Kündigung und Übertragbarkeit der Mitgliedschaft

  1. Jedes Mitglied kann durch schriftliche Kündigung bis zum Ende eines Quartals

    gegenüber dem Vorstand mit Wirkung zum Ende des folgenden Quartals aus

    dem Verein ausscheiden.

  2. Ein Mitglied scheidet ohne Kündigung aus dem Verein aus, wenn
    1. er/sie verstirbt
    2. er/sie seine ärztliche Tätigkeit im Bereich des Vereins beendet,
    3. er/sie seine Praxis an einen Nachfolger übergibt.
    4. Die Mitgliedschaft ist nicht übertragbar.

§ 5 Ausschluss von Mitgliedern

  1. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes und des Beirates aus

    wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausgeschlossen werden.

  2. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor,
    1. bei vorläufig vollstreckbarer Anordnung der Entziehung der Zulassung;
    2. bei vorläufig vollstreckbarer Anordnung der Rücknahme, des Widerrufs oder des Ruhens der Approbation;
    3. bei grob standeswidrigem Verhalten, das zum Verlust des aktiven oder

      passiven Berufswahlrechtes führt;

    4. bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Privat- oder Praxisvermögen

      oder bei Ablehnung der Eröffnung mangels Masse oder Ableistung der

      eidesstattlichen Versicherung;

    5. bei schuldhaft groben oder wiederholten Verstößen gegen die Pflichten als Mitglied, gegen die Interessen des Vereins, gegen vertragliche

      Verpflichtungen des Vereins, gegen die Qualitätsrichtlinien und bei

      wiederholter Nichterfüllung der finanziellen Beitragspflicht trotz Mahnung.

  3. Ist über den Ausschluss eines Mitglieds des Vorstandes oder eines Beirates zu

    beschließen, entscheidet die Mitgliederversammlung.

  4. Über den Ausschluss hat der Vorstand alle Mitglieder umgehend in Kenntnis zusetzen.

§ 6 Beiträge und sonstige Pflichten

  1. Jedes Mitglied verpflichtet sich zur Zahlung einer einmaligen Aufnahmegebühr, die von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.
  2. Der monatliche Beitrag zur Finanzierung der Geschäftsaufgaben wird von der

    Mitgliederversammlung festgelegt.

  3. Die Beiträge werden jährlich durch Lastschriftverfahren eingezogen.
  4. Jedes Mitglied ist zur kollegialen und kooperativen Zusammenarbeit und

    Kommunikation mit den übrigen Vereins-Mitgliedern verpflichtet.

  5. Für den raschen und problemfreien Informationsaustausch hat jedes Mitglied

    einen ständig einsatzbereiten Email-Anschluss bereitzustellen.

§ 7 Organe

Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand

§ 8 Vorstand

  1. Der Vorstand im Sinne des §26 BGB besteht aus dem Vorsitzenden, dem

    Kassierer und dem Schriftführer. Er wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahre gewählt.

  2. Die Vorstandstätigkeit dauert über die regelmäßige Amtszeit von 2 Jahren fort, bis der bisherige Vorstand in seinem Amt bestätigt oder ein neuer Vorstand durch die Mitgliederversammlung gewählt wurde.
  3. Steht das bisherige Mitglied für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung, muss

    binnen 3 Monate ein neues Mitglied gewählt werden. Findet sich kein Kandidat,

    wird eine Mitgliederversammlung einberufen, auf der über die Möglichkeiten der Auflösung des Vereins abgestimmt werden muss. Wird die Auflösung des Vereins mit 2/3 der anwesenden Stimmen entschieden, gilt eine Frist von 4 Wochen, in der durch Nennung eines Kandidaten dieser Auflösung widersprochen werden kann. Der bisherige Vorstand hat dann binnen einer Frist von weiteren 4 Wochen eine erneute Mitgliederversammlung einzuberufen, um die Wahl des neuen Vorstands durchzuführen. Für den Fall, dass die Auflösung des Vereins endgültig ist, hat der Vorstand dafür Sorge zu tragen, dass der Verein den Vereinsregeln des BGB entsprechend aufgelöst wird und alle etwaigen Verpflichtungen erledigt werden. Für diese Arbeit erhält der Vorstand 1/3 der Aufwandsentschädigung des Vorjahres.

  4. Die Tätigkeit des Vorstandes ist ehrenamtlich.
  5. Der Vorstand hat Anspruch auf eine angemessene Aufwandsentschädigung,

    deren Voraussetzung und Höhe durch die Mitgliederversammlung festgelegt werden.

§ 9 Aufgaben des Vorstandes

  1. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorstand vertreten.
  2. Jedes Vorstandsmitglied ist einzelvertretungsberechtigt.
  3. Der Vorstand bereitet die Beschlüsse der Mitgliederversammlung vor und

    verschickt die Einladungen termingerecht an alle Mitglieder.

  4. Der Vorstand entscheidet über die laufenden Angelegenheiten des Vereins.
  5. Die auf der Mitgliederversammlung getroffenen Beschlüsse sind vom Vorstand umzusetzen.

§ 10 Mitgliederversammlungen

  1. Einmal im Jahr findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.
  2. Der Vorstand kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Auf Verlangen von mindestens 1/5 der Mitglieder hat der Vorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein zu berufen.
  3. Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt durch den Vorstand unter

    Angabe von Ort, Tag, Zeit und Tagesordnung, spätestens 14 Tage vor dem

    Termin per Email an alle Mitglieder.

  4. Die Tagesordnung wird vom Vorstand festgelegt.
  5. Anträge von Mitgliedern für weitere Tagesordnungspunkte können dem Vorstand bis zu Beginn der Sitzung vorgelegt werden.
  6. Über die Aufnahme in die Tagesordnung entscheidet die Mitgliederversammlung.
  7. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand geleitet.
  8. Auf Antrag kann auch ein anderes Mitglied mit der Mehrheit der anwesenden und vertretenen Stimmen zum Sitzungsleiter bestellt werden.
  9. Jedes Mitglied hat auf der Versammlung eine Stimme. Die Ausübung dieses

    Stimmrechtes kann durch schriftliche Vollmacht, welche bei Beginn der Sitzung

    dem Sitzungsleiter im Original vorliegen muss, auf ein anderes Mitglied

    übertragen werden.

  10. Ein Mitglied kann nicht mehr als zwei weitere Mitglieder vertreten.
  11. Die Beschlüsse werden durch die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden und vertretenen Stimmen gefasst, es sei denn, die Satzung sieht im Einzelfall andere Mehrheitsverhältnisse vor.
  12. Sind die Erfordernisse nicht erfüllt, wird eine neue Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung innerhalb von 14 Tagen einberufen. In der Einladung ist darauf hinzuweisen, dass die Versammlung dann ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden oder vertretenen Stimmberechtigten beschlussfähig ist.
  13. Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen. Der

    Versammlungsleiter kann das Protokoll selbst erstellen oder einen Protokollführer benennen. Es ist den Mitgliedern innerhalb von 4 Wochen zuzuleiten.

§ 11 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist insbesondere in folgenden Angelegenheiten

zuständig:

  1. die Wahl und Abberufung des Vorstandes,
  2. die Festsetzung der Höhe und Fälligkeit der Beitragszahlungen mit einfacher Mehrheit. Beitragserhöhungen bedürfen einer 2/3-Mehrheit der bei der Mitgliederversammlung anwesenden oder vertretenen Stimmen.
  3. die Festlegung der Voraussetzungen und die Festsetzung der Höhe der

    Aufwandsentschädigungen für den Vorstand.

  4. alle Änderungen der Satzung. Hierzu ist eine ¾ Mehrheit der

    Mitgliederversammlung erforderlich.

  5. die Entlastung des Vorstandes für das vorangegangene Geschäftsjahr.
  6. Beschlussfassung über alle Geschäfte, die der Vorstand nicht abschließen kann.

§ 12 Dauer

  1. Der Verein wird auf unbestimmte Zeit gegründet.
  2. Der Verein wird durch Ausscheiden einzelner Mitglieder nicht aufgelöst, sondernmit den übrigen Mitgliedern weitergeführt.
  3. Der Verein kann mit 3/4-Mehrheit von der Versammlung der anwesenden und vertretenden Mitglieder aufgelöst werden.

Beschlossen von der Gründungsversammlung

Paderborn, den 28.10.2015